Steindl: "Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen"
KFÖ präsentiert Broschüre "beziehungs-los" - KFÖ-Präsident Steindl: "Unsere Aufgabe ist es, der großen Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen politischen Ausdruck zu geben"
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Wien, 11.1.10 (familie.at/KAP) "Es ist die Aufgabe des Katholischen Familienverbandes, der Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen auch politisch Ausdruck zu geben". Dies betonte der Präsident des Katholischen Familienverbandes (KFÖ), Prof. Clemens Steindl, bei der Präsentation der vom KFÖ herausgegebenen Broschüre "beziehungs-los? Wie Beziehungen in guten wie in schlechten Zeiten dauerhaft gelingen können" am Montag in Wien.
Der KFÖ bemühe sich daher etwa um eine "immaterielle Aufwertung" des Familienbildes in der Öffentlichkeit. Aus diesem Grund kandidiert Prof. Steindl auch für den ORF-Publikumsrat in der Kategorie "Ehe bzw. Familie", der Ende Jänner gewählt wird.
Familien als "Orte gelebter Beziehungen" würden in der Öffentlichkeit oftmals negativ konnotiert, was jedoch nicht der gelebten Realität entspreche, so Steindl unter Verweis auf die "Wertestudie" von 2008. Der KFÖ versuche daher, dem "üblichen öffentlichen Ruf nach Mobilität und Flexibilität auch in Beziehungsfragen" ein "Kontrastprogramm" entgegenzuhalten.
Faber: Kirche muss sich Beziehungsfragen zuwenden
Konkret gebe es Modelle wie Segnungsgottesdienste für Liebende, wie sie auch die Dompfarre St. Stephan etwa am Valentinstag anbietet (heuer am Abend des 13. Februar) oder auch Segnungsgottesdienste für Wiederverheiratete Geschiedene, wie sie die anglikanische Kirche anbiete. Dies seien mögliche Modelle, "sich der Realität gelebter Partnerschaften zu stellen", so Faber. Man sei diesbezüglich auf einem guten Weg, es brauche jedoch noch offiziell approbierte Formen.
Die Broschüre "beziehungs-los?" dokumentiert die Enquete des KFÖ im September des Vorjahres unter selbem Titel. Ziel der Fachtagung, an der unter anderem Familienstaatssekretärin Christine Marek teilnahm, war es, die besonderen Schwierigkeiten und Herausforderungen aufzuzeigen, der sich Paare und Familien in der heutigen Zeit stellen müssen. Andererseits sollten Faktoren vorgestellt werden, die dazu beitragen, dass Beziehungen dauerhaft gelingen können.
Der präsentierte Band enthält Beiträge der Wiener Familiensoziologin Prof. Ulrike Zartler, des Bochumer Sozialpsychologen Prof. Hans W. Bierhoff, der Schweizer Psychologin Julia Onken sowie der Journalisten Gabriele Hufnagl-Kuhn und Michael Hufnagl. Den Abschluss bildet eine Dokumentation der Podiumsdiskussion mit Dompfarrer Faber, der Paartherapeutin Sabine Bösel, dem Jugendforscher Philipp Ikrath und der Juristin Barbara Petsch.
Zu beziehen ist der in der Schriftenreihe "Brennpunkt Familie" erschienene Band beim Katholischen Familienverband Österreichs (Spiegelgasse 3/9, 1010 Wien, E-mail: info@familie.at).
Rückfragen:
Mag. Christina Luef
Katholischer Familienverband Österreichs
luef@familie.at Tel: 01/51552/3291
Mobil: 0664-885 22 620
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